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Anja M. Bönsch

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Kurukurukuru...

... denn sie scheißen mich zu ... 

 

 

27.04.2015 

 

Terroristen im Baum

 

Ich liebe unseren Baum vor dem Haus. Schon als Kind habe ich diesen Baum geliebt und diese Liebe blieb auch im Erwachsenenalter bestehen.

Jeden Tag kann ich dort viele Vögel beobachten und jetzt im Frühjahr schlägt er wieder aufs Neue aus. Es ist schön zu sehen, wie die Natur aus dem Winter zurückkehrt und neu erwacht. Es ist eine sehr große Platane.

 

Jedoch seit ein paar Tagen nisten dort im Baum Tauben, und diese Viecher lassen mein Flurfenster jeden Tag aufs Neue, alt aussehen. Im wirklichen Sinne.

 

Das Fenster befindet sich in ca. 5 m Höhe und ist sehr schwierig zu putzen. Immer wieder muss ich wahre akrobatische Übungen durchführen, um es vom Treppenabsatz zu reinigen. Das Putzen erfordert eine wirklich artistische Meisterleistung.

 

Jedoch die Tauben denken nicht daran, mich und mein Flurfenster in Ruhe zu lassen Ich habe langsam das Gefühl, gerade weil das schräge Dachfenster so schwierig zu reinigen ist, machen sich die Bewohner des Baumes einen wahren Spaß daraus es immer wieder und stetig zuzukoten.

 

Frei nach dem Motto: Wir schauen mal, wer schneller ist. Die Bewohnerin oder wir.

Natürlich gewinnen meistens die Tauben.

 

Auch habe ich, seit die Tauben im Baum nisten, morgens einen Wecker. Pünktlich zum Tagesbeginn erfreuen sie sich mit einem ausgiebigen und stetigem Gurren. Neben ihrer auch so tollen Hinterlassenschaft.

 

Ich bin wirklich hilflos der ganzen Sache gegenüber. In meinen Gedanken habe ich schon die Viecher mit einer Zwille verscheucht, nur ob es wirklich etwas bringt? Das ist hier fraglich. Immerhin fühlen sie sich im Baum sehr wohl und werden wohl den ganzen Sommer dort verbringen.

 

Inklusive Fensterbeschmutzung und morgendlichem Weckdienst.

 

Ich muss damit wohl jetzt Leben und versuchen das Beste aus der ganzen Situation zu machen. Das heißt jetzt für mich, nahezu jeden Tag das Fenster reinigen und morgens in aller Herrgottsfrühe geweckt zu werden.

 

Als ich gerade mein Fenster erneut putzte, kam mir die Idee. Ich glaube, ich klebe auf dem Fenster Kästchen. Jeder der mag, kann ein Kästchen mieten und dann kann dann gewettet werden. Wo fällt der nächste Kotfleck hin? Ein Taubenbingo! Der Verlierer hat dann die Freude, das Fenster zu putzen.

 

Weil irgendwie muss meine ganze, nahezu tägliche Reinigung, des Fensters belohnt werden. Warum soll dann nicht auch mal auf Taubenscheiße gewettet werden? Das wird bestimmt ein Riesenspaß.

 

In diesem Sinne.

 

Autos können jetzt ohne Weiteres unter dem Baum geparkt werden. Weil das Opfer des Sommers ist eindeutig mein Flurfenster.

 

Ich denke, ich werde mich doch einmal nach einer Zwille umsehen und mein Glück versuchen. Ich möchte die Tauben ja nur verscheuchen. Zumindest, dass sie sich einen anderen Ast zum Schlafen und Nisten aussuchen, der zum Beispiel über der Straße hängt. Ich kann es mir nur wünschen.

 

Jeder Versuch macht klug!

 

 

 

© 2015 Anja M. Bönsch

 

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